Architektur © Franck Boston - Fotolia.com
Es gibt eine handvoll Berufe, die nicht geschützt sind. Das bedeutet, dass sich ein Jeder als solcher schimpfen kann, ohne die eigentliche spezifische Tätigkeit jemals ausgeübt zu haben. So braucht man nie ein Buch oder Artikel geschrieben zu haben, um sich als Journalist oder Schriftsteller vorstellen zu können. Auch bei der Gattung der Architekten ist dies so. Wo man denkt, dass Archtitekten früher immer Mathegenies in der Schule waren, wird man überrascht sein, dass sich jeder als ein solcher bezeichen kann, ohne auch nur ein Hauch Ahnung von Mathe zu haben. Bei der Architektur kommt es nämlich auch auf die Ästhetik an.
Wenn man darüber spricht, dass die Welt voller Ideen nur so strotz, dann muss man derzeit auch über eine Stadt in Deutschland sprechen: Berlin. Die Hauptstadt gilt mittlerweile Umsetzpunkt guter Ideen. Individualität wird hier nicht nur bei der Rechtschreibung groß geschrieben und findet Anwendung. Ein Berliner Architekturbüro verdeutlicht dies auf eine ganz besondere Weise.
Dabei setzt das Architekturbüro Graft aus Berlin eindrucksvoll berühmte Zitate von verschiedenen Philosophen. Sie sammeln vieles, wie es auch der ehemalige Verteidigungsminister Guttenberg einst in seinen Arbeiten gemacht hat. Sie sind ebenfalls Jäger guter Zitate, verändern diese und verkaufen sie als ihr eigenes. In Wirklichkeit sind sie allerdings nichts mehr als Diebe, wenn man es so bezeichnen will.
So ähneln die Arbeiten des Büros am Ende eher Kunsstücke. In der Einzelausstellung wird dies bei den Arbeiten besonders deutlich. Da ist beispielweise von einem Solarkiosk die Rede, welches von den Graft-Büros in Los Angeles, Peking und Berlin designt und entwickelt wurde. Alles in allem wird kommerzielle Kunst gezeugt.
Rotterdam © danieldefotograaf - Fotolia.com
Office For Metropolitan Architecture, kurz OMA, steht für architektonische Energie, die nun in Form eines Fundus in der Londoner Barbican Art Gallery zur Schau gestellt werden soll. Das Rotterdamer Büro präsentiert einen Fundus von Ideenreichtum aus mehr als drei Jahrzehnten.
Gegründet wurde das Büro OMA von Rem Kohlhaas und zwei seiner Kollegen an der Architectural Association, einer Londoner Schule, im Jahre 1975. Ihre städtebaulichen Projekte schienen zu jener Zeit noch provokativ und waren für eine Umsetzung zunächst nicht vorgesehen. Erst in Rotterdam kam ein erstes Projekt, das Theater des Niederlande Danse Theater, zur Verwirklichung. Schon hier kamen ansatzweise die typischen verschachtelten Formen zum Einsatz.
Die Auswahl der Werkschau für das Barbican wurde an das Design-Büro “Rotor” aus Brüssel abgegeben, bestehend aus ein paar Jungen Architekten, die, so OMA selbst, “entschlossen, aus irgendeinem Grunde keine Architekten zu sein”.
Der Besuch dieser Ausstellung lässt sich hervorragend mit einem Wochenendtrip nach London verbinden. Die Übernachtung für einen Wochenendtrip ist schnell und einfach gefunden und schon ist ein Wochenende voller Kultur und Kunst arrangiert. Aus der ganzen Welt sammelte man für die Ausstellung Teile der OMA-Archive zusammen, um so bildhaft und mit überströmenden Eindrücken sämtliche Modelle, Bilder und Arbeiten des Büros aufzustellen. Ein Raum ist jenen Architekten, die sich durch ihre Visionen, Denkweisen und Philosophien weit über die Architektur hinaus bis in die Welt der Mode und Politik bewegen, selbst gewidmet. Hat man also den Weg für die außergewöhnliche Kunst einmal auf sich genommen, können Besucher ganz in die verquere Welt rund um Kolhaas eintauchen.
Fotostudio © pixel&korn - Fotolia.com
Wer kennt nicht das Phänomen das auf riesigen Werbeplakaten und auf dem Cover von Modemagazinen alle Menschen so unglaublich gut, ja gerade zu perfekt aussehen. So perfekt, dass es schon fast gar nicht mehr realistisch ist und man sich fragt wie die Personen es nur schaffen, solch einen perfekten Körper zu haben.
Doch meistens steckt dahinter eine ganz einfache Schummelei. So sind die Fotos nachträglich retuschiert und haben oftmals mit dem eigentlichen Foto bzw. dem Model nicht mehr viel zu tun. So wird hier und da weichgezeichnet und an anderer Stelle werden die Beine etwas schlanker gemacht und lästige Falten werden auch entfernt. So ist es heutzutage nicht mehr so, dass nur vor dem Foto stark geschminkt wird und man dadurch versucht ein perfektes Bild zu erschaffen, sondern viel mehr wird im Nachhinein an dem Foto herumgearbeitet. Das Problem dabei ist natürlich, dass der Gesellschaft und vor allem der Jugend ein Schönheitsideal vorgegaukelt wird, welches nicht einmal die abgebildeten Personen selbst erreichen.
Nun haben zwei Forscher ein Programm entwickelt, welches beurteilen soll wie sehr ein Foto bearbeitet wurde und auch an welchen Stellen. Das soll bei der Einschätzung von diversen Mogelpackungen helfen und somit dem Nutzer eine gewisse Sicherheit zurückgeben. Das Programm arbeitet dabei mit reiner Mathematik und “berechnet” das Bild. So wird beim Retuschieren immer eine Umgebung geschaffen die sich sehr ähnlich ist und sich von der Realität unterscheidet. Genau diese kleinen mikrogroßen Feinheiten soll das Programm herausfiltern und danach beurteilen wie stark das Bild letztendlich bearbeitet wurde.
Gerade auch für Werbeplakate dürfte dies eine interessante Sache werden. So darf man hoffen, dass dieses Programm bald in die Läden kommt und man sich dann mal den einen oder anderen Star genauer ansehen kann.

© Bernhard Sedlmaier - Fotolia.com
In den vergangenen fünf Jahren sind in der Münchener Innenstadt viele Luxus- und Designer-Appartments quasi aus dem Boden geschossen: Die von Phillippe Starck designten Wohnungen am Südfriedhof, das “Isar Stadt Palais” in der Maistraße, der Anglerhof unweit der Synagoge am Jakobsplatz, der neu renovierte Alte Hof oder die Lenbach Gärten nahe des Hauptbahnhofs. Hier sind Quadratmeterpreise von 4.500 bis 10.000 Euro keine Seltenheit – dennoch reißen sich Besserverdiener um die Objekte, die allesamt innerhalb kürzester Zeit vermietet waren. Wer in der Zukunft noch in der Innenstadt Münchens leben kann, wird allem Anschein nach einzig und allein die Dicke des Portemonais bestimmen. Umzugsunternehmen München helfen allen Neubürgern beim Umzug in die Traumimmobilie – und zwar mit dem richtigen Timing und einer schnellen Abwicklung. Auch beim Umzug in ganz normale Wohnungen.
Die Bauherren und Wohnbaugesellschaften reden ungern von Luxus, lieber ist ihnen ein Euphemismus wie Leben im “gehobenen Preissegment”. Obwohl sich viele Bewohner der Designer-Appartments hinter Pförtnern, dicken Glastüren und Zahlencode-Schlössern verstecken, möchten sie nicht als “Luxus-Klientel” abgestempelt werden und stehen auch für Anfragen von Presse und Konsorten nur selten zur Verfügung. Sieht so der Luxus des 21. Jahrhunderts aus? Reich-Sein und wie in einem Schloss leben, aber das möglichst niemanden mitbekommen lassen? Gehobene Individalität, für die man sich angesichts von Arbeitslosigkeit und Finanzkrisen schämen müsste?
Meist sind es jedenfalls alleinstehende Besserverdiener, die in die Luxus-Appartments einziehen – nach Kindern sucht man in solchen Anlagen vergeblich. Aber bei Kronleuchtern im Flur, hölzernen Wohnungstüren mit Milchglas-Lampen und mannshohen Edel-Designer Spiegeln wollen die auch nicht so recht ins Bild passen. Wellness-Bereiche, samt abgedunkeltem Whirpool, Sauna, Fitnessstudio und Massageraum mit Lampen in Tierform: Braucht man das wirklich? Und wer der Bewohner traut sich überhaupt diese Gesellschaftsräume zu benutzen, wenn damit seine gut gehütete Identität gelüftet werden könnte?
Das bayerische Wirtschaftsministeriums und die Bayerische Architektenkammer haben die einmalige Auszeichnung “Artouro” ins Leben gerufen. Mit dem Preis sollen gelungene Objekte gewürdigt werden, die architektonischen Mut und Weitsicht auf den Tag legen und zudem Urlauber anziehen. Arturo ist deutschlandweit einmalig und wurde am 16. November in München erstmal verliehen.
Aus ganz Bayern gab es mehr als 100 Bewerbungen. Teilnehmen konnten Architekten und Bauherren, die im Zeitraum 2006 bis 2010 touristische Einrichtungen gebaut oder umgebaut haben. Hotel- und Gastronomiebetriebe und touristische Ausflugsziele konnten ihre Bewerbung einschicken. Eine Fachjury aus Architekten, Tourismus- und Marketingexperten hat 20 Bewerbungen für den “Artouro” nominiert. Unter den Nominierten waren auch zwei Bauwerke aus Niederbayern: Die Baum-,Wasser- und Erdhäuser des Hotels Hofgut Hafnerleiten in Bad Birnbach und der 1,3 Kilometer lange Baumwipfelpfad mit dem 44 Meter hohen imposanten Baumturm im Nationalpark Bayerischer Wald.
Von der Verleihung des neu geschaffenen Preis erhofft man sich in Ostbayern eine Ankurbelung des Tourismus – die Auszeichnung könnte das Augenmerk von Liebhabern mutigen Designs auch auf die Region zwischen Bayerischem Wald und Rottal richten. Vielleicht schafft es Ostbaeyern sogar, sich zu einem Ziel für Architekturbegeisterte zu entwickeln.
Die Auszeichnung kann außerdem zu einem Anreiz für die Touristikbranche werden, die Qualität der Ferienangebote weiter zu steigern. Dank der medienwirksamen Auszeichnung könnte sich auch Architektur in Bayern zu einem Trend der Zukunft entwickeln. Ein gutes Beispiel in dieser Hinsicht ist das Baum-Ei aus dem Nationalpark Bayerischer Wald – das Obejkt hat die Besucherzahlen seit der Eröffnung im September 2009 um rund 30 Prozent erhöht. Offenbar hat der zu 60 Prozent mit Wald bedeckte Landkreis sein Ziel erreicht – die Attraktivität des Nationalpark-Besucherzentrums am Lusen zu steigern. In zwei Jahren haben sich über 600 000 Besucher von dem Baumwipfelpfad begeistern lassen.
Wakefields neue Galerie, Foto: james k thorp_flickr
Insgesamt sind es zehn Quader die Chipperfield dort aufgebaut hat und alle stehen quasi im Wasser. So soll jeder Quader eine eigene Ausstellung beherbergen. So wurde auch jeder Raum von Chipperfield anders konstruiert. In dem einen befinden sich Fenster die bis zum Boden gelangen, in wieder anderen sind die Seiten abgeschrägt und wirken somit besonders individuell. So hat man von einigen Fenstern auch einen unverwechselbaren Blick auf die Kathedrale der Stadt, auf den Fluss oder gar auf die mittelalterliche Kapelle.
Vier Quader des Gebäudekomplexes sollen definitiv für Wechselausstellungen dienen und immer mal wieder variieren. In einem befindet sich derzeit die neue Ausstellung der irischen Plastikerin Eva Rothschild, welche sich humorvoll mit ihren Bauten an die Räumlichkeiten anpassen wollte.
Die Hoffnung von Wakefield besteht in diesem neuen Skulpturenzentrum, dass neue Impulse durch die Stadt gehen und somit das alte Lagerviertel etwas auffrischen soll. So ist ein Plan der Stadt, aus diesem alten Lagergebiet am Fluss ein ganzes Kulturviertel entstehen zu lassen.
Im Bereich der Wohnungsbau-News tut sich einiges, zum Beispiel ist die Anzahl der Baugenehmigungen für den Wohnungsbau wieder. gestigen Im Jahre 2010 sind deutschlandweit rund 143.000 neue Wohnungen fertig gestellt worden, 27.000 wurden abgerissen oder werden nun anders genutzt. Das macht ein Nettoplus an neuen Wohnungen von rund 115.000 im vergangenen Jahr. Zu diesem Ergebnis führte eine Analyse des Center for Real Estate Studies (CRES) an der Steinbeis Hochschule Berlin (SHB). Diese wurde vom Immobilienverband Deutschlands (IVD) in Auftrag gegeben.
In Prozent hat der Nettoneubauwert also um 12,5 Prozent zugelegt, das sei gut, aber bei weitem noch nicht ausreichend, so der Vizepräsident des IVD, Jürgen Michael Schick. “Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wären in den Jahren 2010 bis 2015 jährlich 193 000 neue Wohnungen nötig, um den Bedarf zu decken.” Zusammenlegungen von Wohnungen würden in der Studie auch nicht erfasst werden, wodurch die Zahl der eigentlichen Wohnungsabgänge vermutlich noch höher ist als eben beziffert. Durch die verhältnismäßig geringe Neubautätigkeit 2010 steige der Bedarf in den kommenden Jahren weiter an. Wohnungsbau, Foro: koschany & zimmer_flickr
Schwerpunkt des Neubaus sind und werden auch weiterhin die Großstädte sein. Die meisten neuen Wohnungen wurden in der bayrischen Landeshauptstadt München erbaut, der zweite Platz wird von der Bundeshauptstadt Berlin belegt.
In Berlin werden derzeit so viele Wohnungen gebaut wie schon lange nicht mehr. Fast zwei Drittel – 62,7 Prozent – der im Bau befindlichen Flächen entfallen dort gegenwärtig auf den Wohnungsbau, hat das Analysehaus BulwienGesa ermittelt. „Das Projektvolumen steigt 2011 um 25 Prozent von zwei Mio. auf rund 2,5 Mio. Quadratmeter.“ Wohnimmobilien stellen damit erstmals seit langem wieder das stärkste Immobiliensegment in der Metropolregion und nehmen sowohl bei den fertig gestellten wie auch bei den in Realisierung und Planung befindlichen Projekten den höchsten Anteil ein.
Mit Gardinen ist es wie mit der Mode. Was noch vor einigen Jahren überaus beliebt war, ist heute out. Waren vor etwa zehn und mehr Jahren noch Gardinen mit Blumen und großen Mustern total im Trend, zeichnet sich seit einiger Zeit ein vollkommen neuer Trend ab. Gerade im Bereich des jungen, bzw. jugendlichen Wohnens wird viel Wert auf Schlichtheit gelegt. Wer nun glaubt, das bedeutet auch gleichzeitig Langeweile, ist einem großen Irrtum erlegen. Schiebegardinen und Stores geben jedem Raum seinen eigenen Flair. Jede Art von Gardine beeinflusst die Atmosphäre eines Raumes und tut so ihr Übriges zu Ihrem ganz eigenen Wohnstil. Zusätzlich zu diesen rein optischen Effekten haben sie aber auch noch andere Aufgaben zu erfüllen. Sie sollen sowohl Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung sein und so verhindern, dass die Räume sich zu sehr erhitzen und ebenso vor neugierigen Blicken von außen schützen. Hier erfüllen die verschiedenen Stoffeigenschaften natürlich auch verschiedene Zwecke wie Blendschutz, Sonnenschutz, Wärmeschutz und Blickschutz.
Nach wie vor findet man in Onlineshops sowie im Einzelhandel alles, von der klassischen Gardine, über Plauener Spitze und auch eine große Auswahl an Stores. Auf dieser sehr flächigen Gardine kommen Designs sehr gut zur Geltung. Auch in der unifarbenen Variante wirken Stores nie langweilig. Kombiniert man beispielsweise verschiedene Farben miteinander, kann man immer wieder ein neues Raumklima schaffen. Wer sich Store Gardinen in vielen Farben aussucht, hat also das ultimative Gestaltungselement für seine Räume gefunden, das je nach persönlicher Vorliebe das passende Ambiente in seine Wohnung zaubert.

Die Raumerweiterungshalle, Foto: raumerweiterungshalle_flickr
Schon einmal etwas von einer Raumerweiterungshalle gehört? Bürger die in der ehemaligen DDR gelebt haben dürfte diese wahrscheinlich kennen. Denn dort wurde diese Ende der 50er Jahre konzipiert und gebaut. Bei der Raumerweiterungshalle handelt es sich um einen Raum zum Wohnen der transportabel ist. Also ähnlich wie ein Wohnwagen nur eben ohne Räder.
Funktionieren tut das Haus nach einem Ziehharmonika Prinzip. So kann dieses bis zu achtmal ineinander gefaltet werden und somit nach beliebiger Größe aufgebaut werden. Der Boden dafür wird vorher separat ausgelegt. Außerdem wurde die Halle so konzipiert, dass sie ohne die Hilfe eines Krans aufgebaut wurde, was einfach darin begründet war, dass man in der DDR nicht immer sicher sein konnte einen Kran zur Verfügung zu haben.
In Berlin gibt es noch eine solcher Hallen. Diese befindet sich im wunderschönen Stadtteil Prenzlauer Berg und wurde vor kurzem von der Künstlerin Valeska Hageney neu entdeckt. Dabei besitzt dieses Modell über eine Innenfläche von 80 Quadratmeter und beherbergt in Zukunft Malereien diverser Künstler.
So soll diese Halle vor allem als Plattform für die Künstler dienen, welche sonst ihre Ware an Sammler auf Atelierrundgängen an den Mann bringen. Dabei weist diese Halle in der Tat einen interessanten Charme aus. Zum einen überrascht das Bauwerk aus der ehemaligen sozialistischen-demokratischen Republik mit seiner modernen Form. So ist es locker geschwungen und hat trotzdem den Charme eines älteren Gebäudes.
Wenn die aktuelle Ausstellung beendet ist plant Valeska die Halle winterfest zu machen. Außerdem ist dann geplant, den Innenraum komplett zu sanieren. Ganz oben auf der Liste steht dabei eine komplettes Streichen der Wände in weiß, sodass man sich innen drin schon an einen White Cube erinnert fühlt.
Ein Architekturstudium vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten in den Gebieten Entwurf, Planung und Ausführung von Wohn- und Industriegebäuden und öffentlichen Einrichtungen. Mit diesem Wissen verknüpft sind sowohl technische, naturwissenschaftliche als auch kulturelle Grundlagen. In den letzten Jahren wird zunehmend Wert auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Bauökonomie gelegt, auch Instandsetzung und Denkmalschutz gewinnen an Bedeutung.
Wenn Sie heutzutage Architektur studieren möchten, haben Sie eine große Auswahl. Viele Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen bieten den Studiengang an. Je nach dem, auf welchen Studienschwerpunkt Sie Wert legen, hat jede Hochschule ihre Vorteile. Fachhochschulen legen zum Beispiel einen großen Wert auf einen hohen praktischen Studienanteil, Kunsthochschulen dagegen eher auf den gestalterischen Teil.
Grundlegend muss man wissen, dass die Studiendauer von Hochschule zu Hochschule differiert. Seit 2009 haben sich alle Hochschulen auf das gängige Bachelor- und Mastersystem umgestellt. An den meisten deutschen Hochschulen beinhaltet das Architekturstudium einen 3-jährigen Bachelorstudiengang mit konsekutivem 2-jährigem Masterstudiengang. Darauf folgt meist ein 2-jähriges Berufspraktikum. Erst nachdem all diese Schritte erfolgreich absolviert wurden, kann man als Architekt eingetragen werden. An andere Hochschulen finden sich andere Regelungen: sie verbinden ein 4-jähriges Bachelorstudium mit einem 2-jährigen Praktikum. Der erfolgreiche Abschluss führt ebenfalls zu einer Eintragung in die Architektenliste. Sobald das Architekturstudium und die Berufspraktika erfolgreich absolviert sind, kann der Einstieg in das Berufsleben beginnen.
Auch die Voraussetzungen für das Studium können jeweils anders sein: an vielen Hochschulen werden Eignungstests gefordert. Damit soll die künstlerische Eignung festgestellt werden. Die zukünftigen Architekturstudenten sollen sicherlich auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Organisationstalent mitbringen. Es überrascht also nicht ganz, dass die Hochschulen von den Bewerbern erwarten, dass sie bereits vor dem Studium ein sechswöchiges bis sechsmonatiges Berufspraktikum in einem Planungsbüro oder auf einer Baustelle abgeleistet haben.

Aufnahmeprüfung Architekturstudium, Foto: alec-s_flickr
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