Dem Trend folgen: Das Architektenhaus

Verfasser: Online Redaktion
1. Oktober 2013
Modern oder klassich?

Modern oder klassich?
© Michael & Christa Richert – sxc.hu

Architektenhäuser galten lange als nicht bezahlbare, überdesigne Häuser. Die Zeiten haben sich allerdings geändert, heute sind Architektenhäuser auch für den üblichen Geldbeutel geeignet: individuelle Architektur ist nun für nahezu jeden Häuslebauer erschwinglich. Das wesentliche an einem Architektenhaus ist, dass die Fassade sehr modern gestaltet ist und sofort ins Auge sticht. Der Vorteil ist also, dass der Bauherr all seine individuellen Wünsche umsetzen kann, allerdings dürfte ein gewisser Betrag für die Planung und Betreuung des Baus für den zuständigen Architekten anfallen. Wer also großen Wert auf ein repräsentatives, durchdachtes und funktionales Heim legt, kann bei der Wahl eines individuell designten Hauses am Ende seiner Suche angelangt sein. Wer von der Individualität noch nicht überzeugt ist, sollte sich diese Bilder einmal genauer anschauen.
Was die Inneneinrichtung betrifft, sollte man auf eine Stimmigkeit achten. Möbel und Einrichtungsgegenstände wirken am besten, wenn sie stimmig zu dem Äußereren des Hauses und der Atmosphäre des Hauses passen. Inspirationen kann man sich beispielsweise hier holen. Bei der Recherche nach passenden Bau- und Einrichtungsideen sollte stets darauf geachtet werden, dass die Anbieter qualitätiv hochwertig und die Ideen auch wirklich innovativ sind. Nur auf diese Weise kann der Bauherr seinem Wunsch nach vollkommener Individualität nahe kommen.

 



Alpenlook für Stadtmenschen

Verfasser: Tobias
9. Januar 2013
Für den, dem die Berg-Aussicht fehlt.

Für den, dem die Berg-Aussicht fehlt.

So manch einer, der in der Stadt lebt, sehnt sich wohl ab und an nach ländlichem Flair. Wenn man ihn schon nicht direkt vor der Haustür haben kann, dann zumindest in den eigenen vier Wänden. Mit ein paar recht einfachen Kniffen kann es gelingen, seine Wohnung oder sein Haus zu einer kleinen Alpenhütte zu machen.

Rustikales aus Holz

Rustikale Holzmöbel sind dabei natürlich die erste wichtige Zutat. Sie sollten aus massivem, naturbelassenem Holz gefertigt sein. Ein Küchentisch könnte das Zentrum einer großen Wohnküche sein, in der sich nichtsdestotrotz auch moderne Elemente finden können. Stühle und Beistelltische wiederum sollten ebenfalls aus robustem Holz sein, um ein harmonisches Ganzes zu erzeugen.

Accessoires mit Alpenmotiven

Gleichermaßen unabdinglich sind einige schöne Accessoires mit alpinen Motiven. Dabei bieten sich Ziegen- und Hirschgeweihe ebenso an wie Kissen oder Decken, die mit Fellelementen versehen sind. Man sollte aber stets darauf achten, dass man eine ausgewogene Mischung aus natürlichen Materialien einerseits und Accessoires mit Alpenmotiven andererseits schafft.

Wolle, Filz und andere Naturmaterialien

Stoffe aus natürlichen Materialien dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wolle, Fell oder Filz sind da gewiss die ersten Dinge, die einem in den Sinn kommen, Baumwolle und Leinen sind aber ebenso geeignet. Ein Schaffell kann man perfekt auf dem Boden oder als weiche Unterlage auf dem Sofa drapieren, ein Kuhfell dient als wunderbare Begleitung zum Kamin oder als Bettvorleger. Bei den Kissenbezügen kann man Strick oder Filz verwenden, die für eine warme, kuschelige Atmosphäre sorgen.

Blumendekoration und Vasenschmuck

Die Dekoration im Alpenstil sollte größtenteils aus Holz oder Naturstein sein, darf aber selbstverständlich ruhig ein wenig verspielt sein. Schalen, Bilderrahmen oder Vasen sind dabei beliebte Dekoartikel, wer es ein bisschen kitschig mag, kann auch Herz- oder Edelweissmotive in seinen Räumen unterbringen. Zu guter Letzt sollte man sich bemühen, immer mit frischen Blumendekorationen zu arbeiten und schon ist die Wohnung in eine gemütliche Almhütte verwandelt!

Bilderrechte: © panthermedia.net/ alexcoolok



6. Dezember 2012
LED-Lichterketten werden immer beliebter

LED-Lichterketten werden immer beliebter

Im Winter hat man es gerne kuschelig warm, und wenn man nach Hause kommt, möchte man einen Ort der Geborgenheit und Wärme wiederfinden. Neben den üblichen Verdächtigen wie Kerzen gibt es eine viel beständigere Variante, die auch Sachen nicht so leicht zum Fackeln bringt: Lichterketten. Mittlerweile sind sie universal für jede Jahreszeit brauchbar, in all ihren unterschiedlichen Variationen. Befestigt sind die kleinen Stimmungsaufheller entweder an einem ringförmigen Kabel oder einem einzelnen Strang. Früher hat man noch Glühbirnen eingesetzt, doch da diese nicht gerade von einer hohen Lebensdauer zeugten, benutzt man inzwischen LEDs, da diese 20 Mal länger haltbar sind. Somit muss man nicht mehr um jedes Lämpchen bangen, dass, sobald eines kaputtgeht, gleich die ganze Kette weggeworfen werden muss. Gleichzeitig kann man auch gewissenhafter seine Wohnung von den LEDs durchfluten lassen, im Gegensatz zu den Glühbirnen ziehen sie nur 0,3 Watt anstatt 10 Watt. Da macht das Dekorieren doch gleich viel mehr Spaß! Doch man sollte beim Kauf einer Lichterkette, mag sie noch so schön sein, auf ein paar Randbedingungen achten.

Auf CE-Kennzeichnung achten

Um sich genügend abzusichern, immer auf die CE-Kennzeichnung achten. Daran kann man ablesen, ob die Lichterkette auch den europäischen Richtlinien entspricht. Am Besten ist es, wenn zusätzlich noch das GS-Zeichen drauf ist, was eine freiwillig geprüfte Sicherheit bedeutet.
Wem die Leuchtkraft der Lichterkette wichtig ist, sollte auf die Angabe der Lichtfarbe achten. Kaltweißes Licht hat eine Farbtemperatur von ca. 3 000 bis 3 500 Kelvin. Um warmweißes Licht wie bei Glühbirnen zu haben, müsste die Farbtemperatur zwischen 2 200 und 2 700 Kelvin betragen.

Der perfekte Ort

Dazu müssen Sie sich überlegen, wofür Sie Ihre Lichterkette benötigen und wo Sie sie aufhängen möchten. Wenn Sie den perfekten Ort gefunden haben, sind Ketten mit Stromanschluss günstig. Sind Sie sich allerdings nicht sicher und wollen lieber mobil bleiben, ist zu einer Solar-Lichterkette oder einem Modell mit Batteriebetrieb zu raten.
Wer seinen Garten oder Balkon mit den leuchtenden Spielgefährten aufwerten möchte, sollte unbedingt auf die Outdoor-Tauglichkeit achten. Am Besten geeignet sind ketten mit der ausgewiesenen Schutzart IP44, das heißt, sie sind gegen Spritzwasser geschützt. Bei Schnee gelten allerdings andere Bedingungen, und der Schutzfaktor sollte höher sein.
Oh, ihr Lichterlein – kommet!

Bilderrechte: © WoGi – Fotolia.com



2. November 2012
Erst den eigenen Geschmack herausfinden, dann einrichten - Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt

Erst den eigenen Geschmack herausfinden, dann einrichten - Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt

Es ist schwierig, in einem Artikel Empfehlungen für die beste Wohnungseinrichtung zu geben. Denn man kann nicht pauschal sagen, wie man eine Wohnung schön gestaltet. Allerdings: Mit Hilfe einiger Einrichtungstipps sollte ein Zuhause mit einer eigenen Personality entstehen. Mit ein paar Grundsätzen können Sie so selbstständig ein Zuhause mit Stil und Charme entwickeln.

Geschmack muss sich entwickeln

Zuerst gilt es, einen eigenen Geschmack zu entwickeln. Dafür ist es gut, in Magazinen zu stöbern und sich auf Flohmärkten umzusehen, nach Dingen, die  einem gefallen. Dabei ist es jedoch wichtig, Interessantes nicht nur ausfindig zu machen, sondern auch konkret für sich abzuspeichern. Dafür einfach die besten Fundstücke aus Zeitschriften ausreißen und auf Flohmärkten Bilder machen von den Dingen, die besonders ins Auge gefallen.

Stilmix sorgt für Abwechslung

Bevor man sich dann ans Einrichten macht, ist es notwendig, sich von Ballast zu trennen. Hosen, Pullis, Zeitschriften oder die hässliche Lampe vom Ex- alles, was seit Jahren nicht mehr zum Einsatz kam und nichts mehr in der Wohnung zu suchen hat, sollte aussortiert werden.
Haben Sie keine Angst verschiedene Stile zu mixen. Gerade Wohnungen, in denen der Nachttisch vom Flohmarkt neben dem Designer-Bett steht, haben einen eigenen Flair. Mischen Sie Altes mit Neuem, Kram mit Design. Ansonsten sollten Sie auf stilvolle Basics achten.

Farben geben Räumen ihre individuelle Wirkung

Schrank, Sofa und Bett sollten lieber etwas teurer und von Qualität sein. Zudem eignen sich hier neutralere Farben und klassische Formen. Die Accessoires dürfen dann auch mal in knalligen Farben daherkommen. Weiterhin kommt es auf die Farbgebung an. Bei der Wahl der Wandfarbe sollten Sie daher darauf achten, dass dunkle Farben den Raum optisch verkleinern, wohingegen Helles ihn öffnet und größer erscheinen lassen. Zudem wirken die Farben im Baumarkt auf der Farbskala immer heller als später auf der Wand.

Bilderrechte: © virtua73 – Fotolia.com



16. Oktober 2012
Hongkong

Hongkong

Nirgendwo auf der Welt ist der Bau-Boom gewaltiger als im heutigen China. Egal ob unzählige Wolkenkratzer, öffentliche Gebäude wie Museen oder Universitäten oder auch nur gewaltige Shopping-Malls. China verändert sein Äusseres rasanter und vehementer als alle anderen Staaten auf dem Globus. Eine Ausstellung im Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum zeigt den gegenwärtigen Stand der Entwicklung. Kuratiert vom Künstler Fan Zhenning, der auch für den China-Pavillon auf der venezianischen Biennale verantwortlich war, wird mithilfe einer Vielzahl an Fotografien und Modellen die Entwicklung der zeitgenössischen chinesischen Architektur nachgezeichnet.

Die Zeiten, in denen ausschließlich staatliche Designkombinate bei Neubauten tonangebend waren, sind längst Vergangenheit. Heutzutage liesst sich die Liste der Planer der chinesischen Prestigeprojekte wie das „Who is Who“ der globalen Architekturszene. Ob Zaha Hadid, Rem Koolhaas, GMP oder Herzog & de Meuron, wer in diesen Tagen nicht irgendwo in China baut, hat etwas falsch gemacht. Doch auch chinesische Büros werden immer bekannter, so beispielsweise MAD Architects oder Shao Weiping. Futuristisch und überdimensional mutet sie an, die neue chinesische Art zu bauen. Abe das ruft auch Kritiker auf den Plan. Zuwenig der althergebrachten Tradition der oft jahrtausendealten Bauweise in China fließt mit ein in die gegenwärtigen Projekte. Historische Wohnviertel im alten Stil werden zu tausenden abgerissen, um einer neuen, oft gesichts- und wurzellosen Architektur Platz zu bereiten.

Jedoch gibt es auch Gegenströmungen, wie etwa die Architekten Wang Lu, Liu Jiakun oder das Büro URBANUS, die versuchen, die traditionelle chinesische Bauweise in die modernen Neuentwürfe einfließen zu lassen. Der Pritzker-Preis Gewinner Wang Shu etwa, der beim Neubau der Kunstakademie Hangzhou die Traditionellen chinesischen Gärten auf den Großmaßstab überträgt und Gebäude aus über 7 Millionen recycelten Backsteinen errichten lässt, die bis vor kurzem noch chinesischen Arbeitern Obdach boten, deren Wohnviertel jedoch dem Modernisierungsdrang zum Opfer fielen.

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20. September 2012
Deutschland

Deutschland

Nicht nur Kinder lieben Bilderbücher: Auch Erwachsene schätzen eine gute Mischung zwischen Text und Bild. Deswegen haben auch Bildbände Konjunktur. Unlängst ist ein neuer Bildband erschienen, der über Deutschland informiert und die eigene Heimat mal aus einer anderen Perspektive darstellt. Es handelt sich hierbei gleichsam um ein Lese-, Lern, und Anschaubuch, eben ein Bilderbuch für Erwachsene. Der Grafikbildband mit dem Titel ‘Deutschland verstehen’ orientiert sich an einem amerikanischen Vorbild, das bereits 1999 den Amerikanern ihr eigenes Land grafisch näher brachte. Vor allem kommt es den Herausgebern Ralf Grauel und Jan Schwochow darauf an, ein Deutschlandbild zu zeigen, welches sich abseits der üblichen Klischees bewegt und dennoch Auskunft über die deutschen Gewohnheiten gibt. Auf insgesamt 240 Seiten werden wissenswerte Details und oft auch überraschende Sachverhalte dargestellt.

Gleich zu Beginn des dicken Bandes findet sich ein optisch ansprechend aufbereiteter Querschnitt durch die Deutsche Lebenszeit. Abzulesen ist hier unter anderem, dass der Durchschnittsdeutsche 24 Jahre seines Lebens im Bett verbringt, jedoch nur sieben Jahre am Arbeitsplatz verweilt. Im Grunde ist das Buch eine Sammlung von Zahlen und Fakten. Diese sind jedoch oft eher unkonventionell. So widmet sich eine weitere Grafik der Darstellung der Allianz-Arena, der Spielstädte des Bundesligisten Bayern München. Aufgeklärt wird hier über die Funktion von allen 72.000 Beteiligten bei einem Heimspiel. Dies lässt erkennen: Der Band zeichnet sich vor allem durch Liebe zum Detail aus. Grob ist das Bilder- und Infobuch für Erwachsene in drei Überkapitel geordnet.

So veranschaulicht das Buch erstens: Dinge, die wir gut finden. Im zweiten Kapitel geht es um das Gegenteil, Dinge, die uns nicht so gefallen, während das dritte Kapitel sich damit auseinandersetzt, was wir Deutschen gut können. Wenn man sich im eigenen Wohnzimmer nun auf eine unkonventionelle Wissensreise durch das eigene Land begeben will, ist dieser Bildband perfekt dazu geeignet.

Bilderrechte: © panthermedia.net/ speedfighter



Architektur im Autodesign

Verfasser: Uwe
5. September 2012

Wenn Architekten Autos designen - Foto von: © peshkova - Fotolia.com

Wenn Architekten Autos designen - Foto von: © peshkova - Fotolia.com

Normalerweise gestalten Architekten ausgefallene Stadtteile, öffentliche Plätze oder Parks. Dafür genießen sie seit den alten Griechen viel Respekt. Doch manche Gestalter wagen sich auch weit über ihren eigentlichen Aufgabenbereich hinaus. So kommt es, dass auch in der Auto-Welt zahlreiche Entwürfe von Architekten wiederzufinden sind. Der ein oder andere Klassiker geht also nicht auf einen Ingenieur, sondern auf einen Architekten zurück. Noch immer bekommen die Autodesigner aber nicht die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ihnen gebührt.

Die Geschichte des Autodesigns beginnt eigentlich erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Davor galt die Formel: Funktion vor Form. Ein Auto musste eben vor allem eins: Fahren. Kutschenbauer betätigten damals fast ausschließlich als Karosserie-Bauer. Erst durch die große Popularität der Autos versuchten Hersteller, funktionale Ansprüche mit ästhetischen Gesichtspunkten zu kombinieren.

Ausgefallene Autodesigns gibt es auch heute immer wieder. Oft werden beispielsweise alte Designs wieder aufgegriffen und als Retro neu aufgelegt. Will man sich einen Überblick verschaffen, kann man zum Beispiel bei mobile.de schauen. Hier lassen sich verschiedene KFZ finden - von neu bis gebraucht von Oldtimer bis Retro. Doch die ersten durchgestylten Autos waren dagegen meist richtige Exoten, etwa die „Wohnmaschine“ des berühmten Architekten Le Corbusier. Der ließ dabei viele kubistische Elemente einfließen – und den berühmten goldenen Schnitt. Er philosophierte auch darüber, dass die Zukunft der Baukunst sowohl statisch, als auch beweglich sein müsste – und inspirierte damit viele weitere Architekten, sich als Autodesigner zu versuchen.

Wo genau die Verbindung zwischen Architektur und Autobau liegt? Neben der oben skizzierten Idee, dass Praktisches auch schön aussehen darf, war es vor allem die Suche nach neuen Werkstoffen. Ohne Aluminium, Kunststoffe und Karbon würde der Autobau und auch Häuserbau heute ganz anders aussehen. Darüber können wir sehr froh sein. Denn hätten sich die Architekten nicht auch zur Abwechslung mal Autos vorgenommen, wer weiß, in was für Kisten wir heute sitzen würden…



Skyline Venedigs - Nicht gerade prädestiniert für einen "Lichtpalast" - Foto von: © Vitas - Fotolia.com

Skyline Venedigs - Nicht gerade prädestiniert für einen "Lichtpalast" - Foto von: © Vitas - Fotolia.com

Venedig gilt als einzigartiges architektonisches Wunder – deswegen ist die italienische Stadt mit den vielen Kanälen auch seit 25 Jahren geschütztes UNESCO Weltkulturerbe. Doch nun streitet man sich über ein weiteres geplantes Großprojekt des Modedesigners Pierre Cardin. Der hat sich nun auch als Architekt probiert und dabei ein markantes Gebäude ganz im zeitgenössischem Stil entworfen: Einen Glaspalast, der 245 Meter in den Himmel ragt und grob an drei Blütenstiele in einer Vase erinnert. Die unterschiedlich hohen, wild geschwungenen Türme sind über Plattformen miteinander verbunden.

Der „Palais Lumière“, zu Deutsch Lichtpalast, wie der Entwurf offiziell heißt, soll in einem der industriellen Stadtteile Venedigs auf dem Festland entstehen. Auch wenn er also nicht mitten im historischen Zentrum der kulturellen Stadt geplant ist, wird der Lichtpalast die Skyline Venedigs für immer verändern. Wie viel Moderne verträgt sich aber überhaupt mit dem historischen Umfeld? Oder, wie es einige Kritiker des Projekts sagen würden: Braucht Venedig überhaupt moderne Architektur?

Denn solche Debatten sind in Venedig quasi an der Tagesordnung, auch wenn man sich in anderen Städten regelrecht um immer ausgefallenere – und nicht immer schöne – Architektur reißt. Denkt man etwa zurück an den Fall Benetton: Das Unternehmen wollte aus einem Renaissance-Palazzo ein modernes Kaufhaus mit Rolltreppen und Dachterrasse machen. Wegen einem zu großen Eingriff in die historischen Strukturen wurden die Pläne verboten. Nun ist die Zukunft des Gebäudes ungewiss. Ähnlich könnte es auch beim Lichtpalast laufen.

Auf der anderen Seite geht es natürlich auch um Arbeit und Geld. Das hoch verschuldete Venedig verliert stetig an Einwohnern. Der Bau des 60-stöckigen Lichtpalastes würde rund 5.000 Beschäftigte über vier Jahre bringen, danach etwa 7.000 Jobs sichern. Denn im Gebäude sind neben einem großen Shopping-Komplex auch Restaurants, sowie ein Konzert- und Kinosaal geplant. Daneben soll eine Modeschule entstehen sowie Luxus-Appartements und Büros mit Panorama-Blick.



4. Juli 2012
© pressmaster - Fotolia.com

© pressmaster - Fotolia.com

XXL-Tablets, künstlicher blauer Himmel, Avatare wie aus dem Kino oder Skorpion-Sessel – so könnte es bald in Büros aussehen. Denn Erfinder und Wissenschaftler tüfteln natürlich stets an neuen Möbeln und Entwürfe. Manche gibt es schon jetzt zu kaufen.

Den erwähnte Skorpion-Sessel etwa gibt es schon jetzt für gut 6.000 US-Dollar. Offiziell heißt er „Emperor 1510“ und erinnert mehr an Star-Wars als ans Büro. Knapp zwei Meter hoch und zwei Zentner schwer ist das futuristische Möbelstück und soll der optimale Computerarbeitsplatz sein. Nimmt man im geschwungenen Sessel Platz, klappen automatisch drei Bildschirme vor die Augen, eine Tastatur vor den Sitz und eine Maus auf die breiten Armlehnen. Dort befinden sich auch viele weitere Anschlüsse. Auf der International Consumer Electronics Show in Las Vegas räumte der Skorpion-Sessel bereits einen Design-Preis ab.

Geschäftsreisen könnten schnell überflüssig werden, wenn die Avatare kommen. Noch steckt die Technik dafür ganz am Anfang. Ein Roboter auf Rollen simuliert dann den realen Gesprächspartner, der vielleicht tausende Kilometer weit weg ist. Auf einem Bildschirm auf Kopfhöhe gibt es das passende Webcam-Bild, mit Kamera und Mikro bekommt die Person hinter dem Avatar alles mit. Auch an Brillen und Sensoren wird geforscht, um die Bewegungen der realen Person übertragen zu können. Klingt mehr nach Kino als nach Büro, oder?

Ein virtueller blauer Himmel – auch das könnte schneller als erwartet Realität werden. Der „Virtual Sky“ kommt vom Fraunhofer-Institut in Stuttgart. Die Lampen der besonderen Art simulieren nicht nur den Himmel, sondern können auch künstliche Wolken vorbeiziehen lassen. Wozu das Ganze? Ein Büroarbeiter verbringt in Deutschland unter der Woche durchschnittlich nur 15 Minuten unter freiem Himmel – oft sind Schlafstörungen und Depressionen die Folge. Der „Virtual Sky“ soll dafür Abhilfe schaffen und zeigte sich in ersten Testreihen auch schon äußerst effektiv.



20. Juni 2012
© Marina Lohrbach - Fotolia.com

© Marina Lohrbach - Fotolia.com

Möbeldesigner sind immer auf der Suche nach neuen Formen, Materialien und Möglichkeiten, ihre Werke gut in Szene zu setzen. Auf der diesjährigen Möbel-­ und Designmesse Salone Internazionale del Mobile, die in Mailand stattfindet, kann man einige neue Möbelstücke erleben. Dabei wird man feststellen, dass neue Modetrends auch vor Inneneinrichtung keinen Halt machen. In diesem Jahr sind es leichte, filigrane und transparente Möbelstücke, die die Designer dem geneigten Publikum bei der Messe präsentieren. Einige der Möbel, die bei der Messe zu sehen sind, sind auf das Metallgestell reduziert oder aus durchsichtigem Kunststoff. Auf Polster oder Bezüge haben viele Designer verzichtet. Das Ziel: die Möbel sollen zwar für Komfort sorgen, gleichzeitig sollen sie aber das Gefühl erwecken, als sei der Raum, in dem sie sich befinden, nicht zu klein oder vollgestellt.

Der Trend zu Möbeln, die keinen Bezug, keine Polsterung und keine Füllung haben, fällt besonders bei Stühlen auf. Auf der Messe finden sich viele Stühle, die nur aus einem nackten Rahmen oder gebogenem Draht bestehen. Wer viel Wert auf Komfort und Gemütlichkeit legt, braucht jedoch nicht zu befürchten, dass die beschriebenen Möbelstücke nur in modernen, puristischen Räumen gut reinpassen würden. Durch ihre netzartige Struktur aus Draht wirken die Sessel zwar filigran und leicht, trotzdem sind sie nicht weniger groß oder gemütlich als gewöhnliche Sessel, in denen man gut entspannen, lesen oder fernsehen kann.

Der Trend, die Möbeln nur auf das Gestell zu reduzieren, scheint sich auch bei anderen Möbeln durchzusetzen, die auf der Möbel-­ und Designmesse Salone Internazionale del Mobile in Mailand vorgestellt werden. Auch bei Tischen und Regalen wollen die Designer, durch aufgelöste Formen Räumen eine Leichtigkeit zu verleihen und sie lichtdurchflutet und transparent aussehen zu lassen. Tische solcher Art finden laut ihren Designern in jedem Raum Platz: in modernen, designorientierten Räumen können sie gut in Szene gesetzt werden, da sie durch ihre Optik sofort auffallen. Auch in kleinen, engen Räumen sehen sie gut aus, da sie den Raum nicht verstopfen.