January 12, 2012

Architektur © Franck Boston - Fotolia.com

Architektur © Franck Boston - Fotolia.com

Es gibt eine handvoll Berufe, die nicht geschützt sind. Das bedeutet, dass sich ein Jeder als solcher schimpfen kann, ohne die eigentliche spezifische Tätigkeit jemals ausgeübt zu haben. So braucht man nie ein Buch oder Artikel geschrieben zu haben, um sich als Journalist oder Schriftsteller vorstellen zu können. Auch bei der Gattung der Architekten ist dies so. Wo man denkt, dass Archtitekten früher immer Mathegenies in der Schule waren, wird man überrascht sein, dass sich jeder als ein solcher bezeichen kann, ohne auch nur ein Hauch Ahnung von Mathe zu haben. Bei der Architektur kommt es nämlich auch auf die Ästhetik an. 

Wenn man darüber spricht, dass die Welt voller Ideen nur so strotz, dann muss man derzeit auch über eine Stadt in Deutschland sprechen: Berlin. Die Hauptstadt gilt mittlerweile Umsetzpunkt guter Ideen. Individualität wird hier nicht nur bei der Rechtschreibung groß geschrieben und findet Anwendung. Ein Berliner Architekturbüro verdeutlicht dies auf eine ganz besondere Weise. 

Dabei setzt das Architekturbüro Graft aus Berlin eindrucksvoll berühmte Zitate von verschiedenen Philosophen. Sie sammeln vieles, wie es auch der ehemalige Verteidigungsminister Guttenberg einst in seinen Arbeiten gemacht hat. Sie sind ebenfalls Jäger guter Zitate, verändern diese und verkaufen sie als ihr eigenes. In Wirklichkeit sind sie allerdings nichts mehr als Diebe, wenn man es so bezeichnen will. 

So ähneln die Arbeiten des Büros am Ende eher Kunsstücke. In der Einzelausstellung wird dies bei den Arbeiten besonders deutlich. Da ist beispielweise von einem Solarkiosk die Rede, welches von den Graft-Büros in Los Angeles, Peking und Berlin designt und entwickelt wurde. Alles in allem wird kommerzielle Kunst gezeugt. 




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