October 14, 2011

Wakefields neue Galerie, Foto: james k thorp_flickr

Wakefields neue Galerie, Foto: james k thorp_flickr

Wenn man zurzeit durch die alte englische Stadt Wakefield fährt,  wird einem wohl eins sofort auffallen. Uns zwar die neu gebaute Festung am Fluss Calder. Diese wirkt sehr massiv und gut bewacht. Dieser Eindruck wird noch verstärkt, da der Eingang sehr versteckt ist und nur über die dazugehörige Brücke über den Fluss erreicht werden kann. Somit bekommt das ganze Inselcharakter. Jedoch handelt es sich hierbei nicht wirklich um eine Festung oder einen Hochsicherheitstrakt. Viel mehr haben die Bewohner der alten Textilstadt dieses Bauwerk dem Stararchitekten David Chipperfield zu verdanken. Dieser baute nämlich für die Stadt ein neues Skulpturenzentrum. Dort befinden sich nun über 44 Maquetten der Bildhauerin Barbara Hepworth.

Insgesamt sind es zehn Quader die Chipperfield dort aufgebaut hat und alle stehen quasi im Wasser. So soll jeder Quader eine eigene Ausstellung beherbergen. So wurde auch jeder Raum von Chipperfield anders konstruiert. In dem einen befinden sich Fenster die bis zum Boden gelangen, in wieder anderen sind die Seiten abgeschrägt und wirken somit besonders individuell. So hat man von einigen Fenstern auch einen unverwechselbaren Blick auf die Kathedrale der Stadt, auf den Fluss oder gar auf die mittelalterliche Kapelle.

Vier Quader des Gebäudekomplexes sollen definitiv für Wechselausstellungen dienen und immer mal wieder variieren. In einem befindet sich derzeit die neue Ausstellung der irischen Plastikerin Eva Rothschild, welche sich humorvoll mit ihren Bauten an die Räumlichkeiten anpassen wollte.

Die Hoffnung von Wakefield besteht in diesem neuen Skulpturenzentrum, dass neue Impulse durch die Stadt gehen und somit das alte Lagerviertel etwas auffrischen soll. So ist ein Plan der Stadt, aus diesem alten Lagergebiet am Fluss ein ganzes Kulturviertel entstehen zu lassen.