August 1, 2011

MoMA NY, Quelle: nyer.28_flickr

Im Zeitalter vom mobilen Internet, sozialen Netzwerken und dem allgemein rasant vorangehenden technischen Fortschritt, ist es nicht verwunderlich, dass auch Kunst inzwischen eine eigene Meinung besitzt.

Dies wird momentan in einer neuen Ausstellung des Modern Art Museums in New York unter Beweis gestellt.

Denn viele Designer geben ihrer Kunst nicht mehr nur eine Form und Bedeutung, sondern oftmals auch eine eigene Personality.

In der aktuelle Ausstellung des MoMa wurden dafür von der Kuratorin Paola Antonelli 200 “kommunikative” Werke von internationalen Künstlern,Designer, Studenten und Wissenschaftlern zusammengetragen.

Unter den Ausstellungsstücken finden sich Videospiele,Programme oder interaktive Objekte, wie z.B. eine Stoffhase,welcher bei Kindergeschrei reagiert und so das Kind beruhigen soll. Oder das unsinnige Essgeschirr, welches bei dessen Benutzung Gefühlsregungen zeigt.

Durch diese Ausstellung soll vielen Skeptikern der Glaube an den technischen Fortschritt gegeben werden. Es gibt auch einige sehr interessante und nützliche Ideen unter den Exponaten. Der britische Designer Mike Thompson entwickelte z.B. eine neue Art der Wünschelrute, mit der drahtlose Netzwerke und ihre Stärke angezeigt werden.

Andere spannende Programme sind z.B. die Überwachung des emotionalen Zustandes eines E-mails Verfassers oder ein “Eyewriter” mit dem Graffitikünstler mit Hilfe einer Brille mit ihren Augen malen können.

Laut der Kuratorin besteht das Ziel der Ausstellung darin, eine bessere Symbiose zwischen Mensch und Technik herzustellen. Die technische Entwicklung schreitet immer weiter voran. Sie muss intuitiver werden,wobei der Mensch zugleich für den Fortschritt offener werden muss.