September 15, 2011

Die Raumerweiterungshalle, Foto: raumerweiterungshalle_flickr

Schon einmal etwas von einer Raumerweiterungshalle gehört? Bürger die in der ehemaligen DDR gelebt haben dürfte diese wahrscheinlich kennen. Denn dort wurde diese Ende der 50er Jahre konzipiert und gebaut. Bei der Raumerweiterungshalle handelt es sich um einen Raum zum Wohnen der transportabel ist. Also ähnlich wie ein Wohnwagen nur eben ohne Räder.

Funktionieren tut das Haus nach einem Ziehharmonika Prinzip. So kann dieses bis zu achtmal ineinander gefaltet werden und somit nach beliebiger Größe aufgebaut werden. Der Boden dafür wird vorher separat ausgelegt. Außerdem wurde die Halle so konzipiert, dass sie ohne die Hilfe eines Krans aufgebaut wurde, was einfach darin begründet war, dass man in der DDR nicht immer sicher sein konnte einen Kran zur Verfügung zu haben.

In Berlin gibt es noch eine solcher Hallen. Diese befindet sich im wunderschönen Stadtteil Prenzlauer Berg und wurde vor kurzem von der Künstlerin Valeska Hageney neu entdeckt. Dabei besitzt dieses Modell über eine Innenfläche von 80 Quadratmeter und beherbergt in Zukunft Malereien diverser Künstler.

So soll diese Halle vor allem als Plattform für die Künstler dienen, welche sonst ihre Ware an Sammler auf Atelierrundgängen an den Mann bringen. Dabei weist diese Halle in der Tat einen interessanten Charme aus. Zum einen überrascht das Bauwerk aus der ehemaligen sozialistischen-demokratischen Republik mit seiner modernen Form. So ist es locker geschwungen und hat trotzdem den Charme eines älteren Gebäudes.

Wenn die aktuelle Ausstellung beendet ist plant Valeska die Halle winterfest zu machen. Außerdem ist dann geplant, den Innenraum komplett zu sanieren. Ganz oben auf der Liste steht dabei eine komplettes Streichen der Wände in weiß, sodass man sich innen drin schon an einen White Cube erinnert fühlt.