September 26, 2011

Im Bereich der Wohnungsbau-News tut sich einiges, zum Beispiel ist die Anzahl der Baugenehmigungen für den Wohnungsbau wieder. gestigen Im Jahre 2010 sind deutschlandweit rund 143.000 neue Wohnungen fertig gestellt worden, 27.000 wurden abgerissen oder werden nun anders genutzt. Das macht ein Nettoplus an neuen Wohnungen von rund 115.000 im vergangenen Jahr. Zu diesem Ergebnis führte eine Analyse des Center for Real Estate Studies (CRES) an der Steinbeis Hochschule Berlin (SHB). Diese wurde vom Immobilienverband Deutschlands (IVD) in Auftrag gegeben.

In Prozent hat der Nettoneubauwert also um 12,5 Prozent zugelegt, das sei gut, aber bei weitem noch nicht ausreichend, so der Vizepräsident des IVD, Jürgen Michael Schick. “Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wären in den Jahren 2010 bis 2015 jährlich 193 000 neue Wohnungen nötig, um den Bedarf zu decken.” Zusammenlegungen von Wohnungen würden in der Studie auch nicht erfasst werden, wodurch die Zahl der eigentlichen Wohnungsabgänge vermutlich noch höher ist als eben beziffert. Durch die verhältnismäßig geringe Neubautätigkeit 2010 steige der Bedarf in den kommenden Jahren weiter an.

Schwerpunkt des Neubaus sind und werden auch weiterhin die Großstädte sein. Die meisten neuen Wohnungen wurden in der bayrischen Landeshauptstadt München erbaut, der zweite Platz wird von der Bundeshauptstadt Berlin belegt.

In Berlin werden derzeit so viele Wohnungen gebaut wie schon lange nicht mehr. Fast zwei Drittel – 62,7 Prozent – der im Bau befindlichen Flächen entfallen dort gegenwärtig auf den Wohnungsbau, hat das Analysehaus BulwienGesa ermittelt. „Das Projektvolumen steigt 2011 um 25 Prozent von zwei Mio. auf rund 2,5 Mio. Quadratmeter.“ Wohnimmobilien stellen damit erstmals seit langem wieder das stärkste Immobiliensegment in der Metropolregion und nehmen sowohl bei den fertig gestellten wie auch bei den in Realisierung und Planung befindlichen Projekten den höchsten Anteil ein.